U18 Bezirksmeisterschaft
Verein · Andre Wünsche · 21.11.2017
Für die Mädels der U18 war für Sonntag die Ostsachsenmeisterschaft dick im Kalender markiert. Nach der erfolgreichen Ostsachsenmeisterschaft der U20 am Sonntag davor war dies der Höhepunkt und Abschluss der Hinrunde.
Für die Mädels der U18 war für Sonntag die Ostsachsenmeisterschaft dick im Kalender markiert. Nach der erfolgreichen Ostsachsenmeisterschaft der U20 am Sonntag davor war dies der Höhepunkt und Abschluss der Hinrunde.
Das Zittauer Ensemble bildete sich aus sieben Spielerinnen der Bezirksklasse, verstärkt durch Lea B. und Lara W. aus der Kreisklasse, also neun Musikerinnen im Orchestergraben. Die Geigen auf den Außenpositionen spielten Lara (1. Geige) und Lara W. (2. Geige). Trommelwirbel durch Mathilde und Emma in der Mitte, Lea hielt mit ihren Becken die Abwehr sauber und Lexi stand an der großen Pauke auf Diagonal. Vivien und Eva dirigierten gefühlvoll und mit Übersicht. Leider rissen ein paar Saiten der Harfe (Lea B.) bei der Vorpremiere am Freitag, wodurch sie nur von der Bank aus eine fesche Blockflöte spielen konnte.
Nicht in der Hoyerswerdaer Lausitzhalle, sondern in der nahegelegenen Sporthalle des Lean-Foucault-Gymnasiums fand das Konzert statt, dessen Ouvertüre gleich gegen den Gastgeber gespielt werden musste. Wer hier ein leichtes Vorspiel erwartete der wurde enttäuscht, eher schwerfällig und träge eröffneten die Zittauer Mädels. Teilweise mussten die Instrumente noch gestimmt werden, bevor die richtigen Töne herauskamen. Auch den Wechseln zwischen Becken, 2. Geige und Trommeln bei der Hintergrundmusik fehlte noch der Rhythmus. Schlussendlich wurde dieses Stück jedoch deutlich mit 2:0 gewonnen.
Als zweiter Vorrundengegner standen die Herrnhuter Volleyfanten im Programmheft, das ein abwechslungsreiches und ausgeglichenes Duell versprach. Die Zittauer Mädels waren nun im Takt und diktierten diesen den Volleyfanten. Dirigentin Vivien dominierte das Spiel mit Flatteraufschlägen und die Angreifer schmetterten die Töne raus, dass es krachte. Ein Aufschlagass der großen Pauke finalisierte den 2:0 Sieg.
Damit war der Gruppensieg perfekt und es hieß Halbfinale gegen Weißwasser. Die Weißwasseraner Mädels waren keine Unbekannten, schließlich war es das vierte Spiel innerhalb weniger Wochen und bisher gingen immer die Zittauer als Sieger vom Platz. Tonal wurde dieses Halbfinale noch mal in eine weitere Dimension gehoben, denn Meistersinger R. Schumacher brachten seinen Mädels das gesamte Repertoire an Stimmungsliedern bei. Normalerweise hätte dieses Spiel auch an Zittau gehen müssen, doch die Partitur des ersten Aktes wurde beschädigt und das große Becken auf der Liberoposition konnte nicht weiterspielen. Die aufkommende Unsicherheit nutzen die Weißwasseraner und gewannen den Satz, obwohl Zittau zwischenzeitlich mit sechs Punkten vorn lag. Im zweiten Akt war Lea wieder einsatzbereit (ein paar Kekse haben geholfen) und dieser gehörte Zittau. Die Mädels beherrschten ihre Instrumente und den Gegner und gewannen mit 25:19. Im Tiebreak lag Zittau schnell hinten, weil meist die Annahme wackelte. Das viel beschriebene Momentum gehörte den Weißwasseraner Mädels und das Zittauer Drama begann. Auch eine fulminante Hechtabwehr von Kapitänin Lara #GooseBumps konnte die Stimmung nicht kippen und den Schlusspunkt setzte eine verkackte Zittauer Annahme.
Nun hieß es Spiel um Platz drei, wieder gegen Herrnhut, die gegen den späteren Turniersieger MSV Bautzen keine Chance hatten. Nach dem Gewinn des ersten Satzes stellten die Zittauer Mädels völlig unverständlich die Musik ab und ließen den Gegner stark aufspielen. Ob es ein Zittauer Trauerspiel oder Jubelhymne werden wird, sollte wieder im Tiebreak entschieden werden. Hier spielten die Mädels aber wieder ihre Musik, besonders die harten Zupfer der ersten (Lara) und sanften Streicher der zweiten Geige (Lara W.) in den entscheidenden Szenen machten den Unterschied. Mit einem Annahmefehler der Volleyfanten endete der Schlussakt. Der Vorhang ist gefallen, Bronzemedaille, verhaltener Jubel bei den Zittauer Protagonisten.
Die Mädels haben sich trotz der personellen Probleme gut verkauft. Das Spiel gegen Weißwasser hätte man besser gestalten können, aber was soll's, so ein Drehbuch schreibt nur das Leben #Phrasenschwein. Was haben wir gelernt? Erstens, Mathilde kann auch andere, unbeliebte Instrumente gut spielen. Zweitens, es dürfen nicht alle Gummibeeren nach dem ersten Spiel aufge(fr/g)essen werden, sondern es muss immer noch eine Notration für Lea bleiben.
Vielen Dank an die Mutti von Eva fürs Fahren!
Endplatzierung:
- MSV Bautzen 04
- TSG KW Boxberg/Weißwasser
- VV Zittau 09
- Herrnhuter Volleyfanten
- VF BW Hoyerswerda
- ASV Rothenburg
Viel Erfolg wünschen wir dem MSV Bautzen bei den Sachsenmeisterschaften!