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Licht und Schatten beim Heimspiel der 1. Herren

Verein · Andre Wünsche · 06.11.2016

Die 1. Herrenmannschaft spielte am vergangenen Samstag gegen den SV Kaupa Neuwiese aus Hoyerswerda und die dritte Mannschaft des VC Dresden. Laut Tabelle sollten die Zittauer klarer Favorit sein, doch so einfach stellte sich diese Aufgabe dann doch nicht dar...

Die 1. Herrenmannschaft spielte am vergangenen Samstag gegen den SV Kaupa Neuwiese aus Hoyerswerda und die dritte Mannschaft des VC Dresden.

Laut Tabelle sollten die Zittauer klarer Favorit sein, doch so einfach stellte sich diese Aufgabe dann doch nicht dar.

Der Gast aus Hoyerswerda war den Männern um Spielertrainer Jörg Trillenberg als Abwehrmannschaft bekannt uns so musste jeder Punkt hart umkämpft werden.

Aufgrund der guten Trainingsleistung auf dieser Position wechselte Walther in den Mittelblock und Trillenberg in den Außenangriff. Der zweite Mittelblocker wurde durch Döring gestellt und Flemming sollte als zweiter Außenangreifer auf Position vier wieder ordentliche Kracher abfeuern. Wünsche begann im Zuspiel, Kühnel als Libero und Kapitän Pätzold komplettierte das Team auf der Diagonalposition. Lediglich Jautze als weiterer Zuspieler verstärkte das Team von der Bank aus.

Im ersten Satz wollten beide Mannschaften ins Spiel kommen. Abstimmungsprobleme in Annahme und Feldabwehr konnten im Verlauf egalisiert werden und Zittau einen Vorsprung von drei Punkten erkämpfen. Obwohl die Zittauer drei Satzbälle vorzeigen konnten gewann der Gegner den Satz mit 26:28.

In den Sätzen zwei und drei zeigten die Zittauer endlich wer Herr im Haus ist. Gute Annahmen ermöglichten es dem eingewechselten Zuspieler Jautze seine Angreifer ideal in Szene zu setzen. Sprungaufschläge von Flemming und Walther brachte die sonst sichere gegnerische Annahme ins Wanken. Verdient und deutlich gewann Zittau beide Sätze mit 25:17 und 25:14.

Zittau wollte nun den vierten Satz gewinnen und die drei Punkte holen, doch Kaupa wurde stärker und zeigten ein ums andere Mal tolle Abwehraktionen. Dieser Satz war heiß umkämpft, beide Mannschaften schenkten sich nichts und die Führung wechselte ständig. Als Kaupa gegen Ende des Satzes drei Punkte in Folge machte wurden taktisch die Zuspieler gewechselt, leider die einzige Wechseloption der Zittauer überhaupt. Der Plan schien aufzugehen und Zittau hatte plötzlich zwei Matchbälle zum Sieg. Aber es zeigte sich die fehlende Cleverness im Angriff und Sicherheit im Aufschlag. Am Ende war es ein Netzroller des gegnerischen Angriffs, der den Satzverlust mit 29:31 besiegelte.

Im Tiebreak machte sich das Fehlen eines Wechselspielers im Angriff bemerkbar und Kaupa spielte sich in einen Rausch. Immer wieder war ein gegnerischer Arm zwischen Ball und Parkett verdient ging dieser Satz mit 11:15 an die Gäste.

Zittau hat den Gegner unterschätzt und da nützen die 11 mehr erzielten Punkte nichts, wenn die Sätze nicht gewonnen werden. Nach dem Spiel resümierte Kapitän Pätzold: "Wir waren einfach nicht konsequent genug in den entscheidenden Situationen. Die müssen wir viel besser nutzen."

Glückwunsch an Kaupa für den Sieg, wenn ihr diese Leistung als Aufsteiger halten könnt, habt ihr in dieser Saison mit dem Abstieg nichts zu tun.

Im zweiten Spiel des Tages ging es gegen die Jugendmannschaft des VC Dresden, welche alle noch unter 18 Jahre alt waren. Trainer Trillenberg wechselte wieder in den Mittelblock und Walther auf die Annahme/Außen Position, Zuspieler Wünsche sollte wieder die Fäden in der Hand halten.

Im ersten Satz gab es ein Abtasten beider Mannschaften, besonders die ungewohnt niedrige Decke der Burgteichhalle bescherten den Zittauern viele Punkte. Im Gegenzug schenke man dem Gegner durch Netzfehler zu viele Punkte. Am Ende setzte sich die Routine des Gastgebers durch und der erste Satz wurde mit 25:19 gewonnen.

Bis 9:5 aus Zittauer Sicht schien der zweite Satz dem ersten zu folgen, doch dann ging Walther zum Aufschlag und machte 11 Aufschläge in Folge. Mit mehreren (halben) Assen setzte er die Dresdner Annahme so sehr unter Druck, dass nur noch hohe Dankebälle zum Zittauer Sechser zurückkamen. Schöne schnelle Angriffe von Pätzold und Schussbälle auf Flemming resultierten daraus und waren das Mittel zum 25:6 Satzgewinn.

Wenig Spektakuläres folgte im dritten Satz. Die Zittauer spielten ihre Routine aus und hatten mehr Probleme, die eigene Spannung hoch zu halten als mit dem Gegner. Ein Fehler der Elbestädter beendete den Satz mit 25:16 und das Spiel nach nur 53 Minuten.

"Wir hatten leichtes Spiel gegen die Jungs aus Dresden, die sichtlich überfordert waren. Unsere Mannschaft kann aber mehr als sie in diesem Spiel gezeigt hat.", so Trainer Trillenberg nach dem Spiel.

Den nächsten Heimauftritt haben die Männer am 17.12.2016 14:00 in der SH der Burgteichschule im Sachsenpokal gegen Pirna und Naundorf.