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Heimspieltag der 1. Damenmannschaft am 27.11.16

Verein · Jörg Trillenberg · 06.12.2016

Die Zittauer Volleyballdamen sind in der Sachsenliga den Gegnern fast ebenbürtig. Aber es fehlt eben ein Quäntchen...

Artikel aus der SZ

Wie ein Aufsteiger gegen den Abstieg kämpft

Die Zittauer Volleyballdamen sind in der Sachsenliga den Gegnern fast ebenbürtig. Aber es fehlt eben ein Quäntchen.

Von Reiner Seifert

Anja Lindner, die den Sprung aus der zweiten Mannschaft ins Sachsenliga-Team geschafft hat, versucht zu punkten. Foto: Thomas Eichler

© thomas eichler

Der Wille und der kämpferische Einsatz stimmten. Spielerisch fast ebenbürtig brachten sich die Zittauerinnen gegen den SSV Fortschritt Lichtenstein und den Dresdner SC II durch einfache Fehler vor allem in der Schlussphase der einzelnen Sätze um den Lohn ihrer Bemühungen. „Es scheint fast so, als hätten wir Angst, einen Satz oder gar ein Spiel zu gewinnen. Wir haben leidenschaftlich gekämpft und über weite Strecken gut gespielt, uns durch einfache Fehler in entscheidenden Momenten aber selbst um mögliche Satzgewinne gebracht“, sinnierte Trainerin Evi Bilz nach den zwei verlorenen Begegnungen. Die zahlreichen Zuschauer mit ihrem rhythmischen Klatschen sowie die Spielerinnen mit ihren Ritualen und motivierenden Anfeuerungen auf der Spielfläche sorgten in der Sporthalle am Ottokarplatz auch diesmal für eine tolle Stimmung.

Die Gastgeberinnen boten dem noch ungeschlagenen Team aus Lichtenstein im ersten Satz, zumindest bis zum 15:16 erfolgreich Paroli, um am Ende doch noch deutlich mit 17:25 zu verlieren. Im zweiten Satz wechselte ständig die Führung: 6:4, 10:12, 16:14 und 16:18. Nach einem Fünf-Punkte-Vorsprung der favorisierten Gäste (22:17) kämpfte sich das VVZ-Team bis auf 21:22 wieder heran. Netzaufschläge in dieser Situation als auch beim Stand von 22:23 verhinderten den Ausgleich. Am Ende ging nach dem erneuten Anschlusspunkt zum 23:24 der Satz unglücklich mit 23:25 verloren. Ein ähnliches Bild im dritten Durchgang. Lichtenstein zog schnell auf 6:1 davon. Zittau stellte beim 8:9 den Anschluss wieder her. Ein Aufschlagfehler verhinderte den Ausgleich, was sich beim Stand von 12:13 wiederholte. Ein Zwischenspurt der Gäste führte zum 17:13, doch Zittau kam wieder bis auf 18:18 heran. In der Schlussphase blieb den Zittauerinnen beim Stande von 20:21 und 22:23 noch zweimal der Ausgleich versagt, ehe sie sich mit 22:25 geschlagen geben mussten. „Schade, die Mädels hatten mehr verdient“, fanden die Zuschauer und applaudierten ihrer Mannschaft.

45 Minuten später stand der Zittauer Aufsteiger der zweiten Mannschaft des fünffachen deutschen Meisters und viermaligen DVV-Pokalsiegers Dresdner SC gegenüber. Unbeeindruckt von der eben erlittenen Niederlage gingen die VVZ-Damen erneut couragiert zur Sache. Darunter auch Anja Lindner, die nach vielen Jahren in der zweiten Mannschaft für diese Saison in den Kader der Ersten aufrückte und, so die Trainerin, als Außenangreiferin die in sie gesetzten Erwartungen erfüllt. Mit dem notwendigen Quäntchen Glück entschieden die Zittauerinnen den umkämpften ersten Satz mit 26:24 zu ihren Gunsten. Im zweiten Satz drehte der Tabellendritte aus Dresden, meist mit ein, zwei Punkten in Front liegend, den Spieß um und behielt mit 27:25 die Oberhand. Davon sichtlich geschockt war bei den Gastgeberinnen jetzt die Luft raus, gingen die Sätze drei und vier mit 16:25 und 13:25 verloren.

Mit nur einem Sieg beendet der VV Zittau 09 die Hinrunde als Tabellenletzter. „Um unser Ziel, den Klassenerhalt zu schaffen, müssen wir in der Rückrunde vor allem die Spiele gegen die ebenfalls abstiegsgefährdeten Mannschaften Adelsberg und Limbach-Oberfrohna unbedingt gewinnen. Das Zeug dazu hat die Mannschaft“, ist nicht nur Trainerin Evi Bilz überzeugt.