Endurance 2016
Verein · Jörg Trillenberg · 21.04.2016
Wer ist Christoph?
Endurance 2016
Wer ist Christoph?
Nach „Peak 2015“ stand der diesjährige Nachfolger „Endurance 2016“ unter der Führung unseres „Trill-Instructors“ an. Dieses Jahr stand keine Wanderung sondern eine ausgedehnte Fahrradtour auf dem Programm. Die Informationen im Vorfeld über die Tour wurden altbekannt so gering wie möglich gehalten – lediglich „eine Kilometeranzahl im hohen zweistelligen Bereich“ wurde angekündigt und eine Checkliste mit Pflichtpunkten zur Vorbereitung der Fahrräder gemailt.
Die diesjährige Gruppe setzte sich aus acht wagemutigen und top motivierten Teilnehmern (inkl. vier Jugendspielern) zusammen. Der Start war für 8 Uhr an der Burgteicharena angesetzt, einige waren sogar so hoch motiviert, dass sie den Start gar nicht erwarten konnten und schon eine halbe Stunde eher eintrafen. Dort wurde uns dann auch – das von einigen schon erahnte - Tagesziel präsentiert: Dresden.
Die Tour führte uns durch die idyllische Oberlausitz, über den Grenzübergang Herrenwalde in die Tschechische Republik. Das tschechische Hinterland forderte sein Tribut und Christophs Gangschaltung löste sich beim Betätigen am Berg mit einem aufbäumenden Krachen vom Rahmen und hing von Strapazen geplagt in der entspannten Kette des geschundenen Fahrrads. Alle Hebel wurden in Gang gesetzt um unseren treuen Kumpanen nicht zurücklassen zu müssen (an dieser Stelle nochmal einen Dank an seinen Eltern, die uns lokalisieren konnten und ein „neues“ Fahrrad brachten).
Also wurde eine Zwangspause in einer Kneipe eingelegt, in der uns die Waffen der Welt, einfühlsam umrahmt von Äxten und Morgensternen, nähergebracht wurden. Panzerfäuste, Artilleriegeschosse, Torpedos, Mittelstreckenraketen, russische Kernwaffen zudem eine Tasse Tee versüßten uns die Pause. Der leider verhinderte Robin hätte dort bestimmt seine Freude gehabt...
Mit neuem Gerät und unter einsetzenden Regen wurde die Tour fortgesetzt. Doch die nächste Unterbrechung lies nicht lange auf sich warten: keine 5 km gefahren, schallte vom hinteren Ende der Gruppe ein introvertiertes „Sch…ade“. Christoph, ja genau der mit der entflohenen Gangschaltung, versorgte das Team mit der nächsten Herausforderung – ein Platten. Ganz getreu dem Motto „Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen“ wird Christoph seinen speziellen Platz in den Köpfen der Spieler der 1. Männermannschaft haben.
Auf ca. halber Strecke forderten Krämpfe im Oberschenkel das erste Opfer unter den Teilnehmern. Das Team übergab den Lädierten in die treusorgenden Hände der Deutschen Bahn und wir setzten die Tour ab Bad Schandau dezimiert fort.
Kurzzeitig übernahm Frank die Führung der Gruppe und führte uns entlang der Elbe auf einem wunderschönen aus sächsischem Sandstein geformten Rüttelpfad an den Rand des Wahnsinns.
Die restlichen 40km Strecke am Elbufer flog das Team mit perfekt umgesetzten belgischen Kreiseln der Hauptstadt Sachsen entgegen.
Konzentriertes Fahren - die Schönheit der Elbkulisse wurde kaum registriert und ängstliche Blicke, die permanent Christophs Fahrrad analysierten - dominierten die letzten Kilometer, die Oberschenkel brannten, das Gesäß schmerzte. Dennoch erreichten die Verbliebenen nach ca. 110 Kilometer die Landeshauptstadt. Die erbrachte Leistung konnte noch nicht richtig eingeordnet werden. Den Abend ließen wir entspannt beim gemeinsamen Essen, Drinkverkostungen und Auswertung des Erlebten in der Dresdner Neustadt ausklingen.
Am nächsten Morgen stand nochmal ein Highlight auf dem Tagesplan: Lasertagging (Paintball ohne paint, mit Laser) im Adventureland zu Dresden. Für Insider: das Leaderboard dominierte permanent die „CoD + MoH auf Pentium 1 mit Grafik on board“-Fraktion gegen die „LoL + WoW auf i7-6700HK Quad core GTX980 8GB“- Rasselbande.
Mit diesem gelungenen Abschluss verabschiedeten wir uns von der Elbmetropole und in den Köpfen vieler schwebt bereits die Frage „Was erwartet uns wohl nächstes Jahr?“
(geschrieben von Ben Kühnel)
Ein paar Bilder findet Ihr in der Gallerie!